Der erste Libanonkrieg spielt im israelischen Gedächtnis kaum eine Rolle, dabei beeinflusst er die Art, wie Israel Krieg führt bis heute, glauben Friedensaktivisten, Politologen und Sozialwissenschaftler.
Ignaz Szlacheta
Am 20. Mai votierten die Abgeordneten des israelischen Parlaments mit 110 von 120 Stimmen für die Selbstauflösung der Knesset. Damit ist die erste Hürde für vorgezogene Neuwahlen vor dem spätestmöglichen Termin am 27. Oktober genommen. Wie es nach der Abstimmung nun weitergeht.
Im Schatten der Nahost-Kriege entbrannte nach einem brutalen Angriff israelischer Siedler auf palästinensische Dorfbewohner eine Diskussion über jüdischen Terror. Ungewöhnlich ist, dass auch Teile der israelischen Rechten die Gewalt öffentlich missbilligten. Was steckt dahinter?
Der Krieg gegen Iran hat in Israel einen seltenen politischen Konsens geschaffen. Regierung, große Teile der Opposition und der Medien stellen sich hinter den Angriff. Ein kurzer Einblick in den israelischen Kriegsdiskurs.

Extremismusforscher Mateo Cohen hat die israelische Rechte kartografiert: Was Netanyahu, Bennett, Smotrich und Ben-Gvir eint und teilt – und wie die Gegenantwort aussehen könnte.

Mansour Abbas kündigt an, seine islamisch-konservative Partei Raam für jüdische Kandidierende zu öffnen und vom Schura-Rat der Islamischen Bewegung zu trennen. Der Parteivorsitzende ist entschlossen, der nächsten Regierung anzugehören – und Netanyahu in die Opposition zu schicken.

»Das System Netanyahu« ist weit mehr als eine politische Biografie des israelischen Premierministers. Autor Joseph Croitoru bedient sich dafür eines besonderen Kniffs.

Israels Kabinett beschließt, den Krieg in Gaza auszuweiten. Daraufhin riefen die Familien der Geiseln zum Generalstreik auf. Ihre Forderung: Deren Freilassung und ein Ende des Krieges. Hundertausende im ganzen Land schlossen sich dem Aufruf an, darunter auch drei Aktivisten der »Pink Front«. Mit zenith sprachen sie über den Protest.



