Jordanien Ostern 2019

Datum: 14.04.2019 - 24.04.2019
Dauer: 11 Tage
Teilnehmerzahl: Min. 8, Max. 12
AmmanPetraWadi RumRotes Meer
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Vom Treffpunkt der Völker zum haschmetischen Königreich

Eine historische Reise durch Jordanien

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Im Reich der Nabatäer

Die antike Stadt Petra – Ein Highlight der Reise

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Jarech-City
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REISEBESCHREIBUNG

Touristisch gesehen ist die Anziehungskraft des Landes nach wie vor ungebrochen, auch wenn die jüngsten Ereignisse in Syrien und im Irak glauben machen, dass man deswegen nicht nach Jordanien fahren sollte. Das Land ist sicher! Das ist gut und wichtig für die Wirtschaft des Landes, denn der Tourismus macht fast 10% des BIP aus und ist zugleich eine immens wichtige Devisenquelle.

Obwohl Jordanien, genauer gesagt das Haschemitische Königreich Jordanien, in seinen heutigen Grenzen relativ jung ist, weist es dennoch eine lange Historie auf. Sie ist (fast) allerorts sichtbar und äußert sich in beeindruckenden archäologischen Stätten, quer durch alle Zeiten.

Reisen beginnen meist in der Hauptstadt Amman, die auf Besucher eher einen modernen, westlichen Eindruck macht, letztlich auch eine Folge des langjährigen libanesischen Bürgerkrieges 1975 bis 1989, als Beirut seine wirtschaftliche Attraktivität an Amman verlor. Banken, Hotels bekannter westlicher Ketten, Shopping Malls und auch Fast-Food-Restaurants sind auffällig im Stadtbild. Dazu ein dichter Autoverkehr auf innerstädtischen Highways, die für den wachsenden Verkehr kaum noch ausreichen. Wer jedoch die Vergangenheit sucht, der findet sie, auf und um den Zitadellenhügel im Herzen der Altstadt: 10 000 Jahre Geschichte auf wenigen Quadratkilometern, die jüngere als freigelegte Ruinen aus römischer, byzantinischer und islamischer Zeit, die ältere im Nationalmuseum. Zudem ermöglicht die Anhöhe besten Blick auf die pulsierende Hauptstadt, die sich heute schon über neunzehn Hügel ausgebreitet hat.

In welche Richtung wir Amman auch verlassen, die Entfernungen zu den nächsten archäologischen und anderen Highlights sind nie weit. In keinem Reiseprogramm sollte Gerasa fehlen, nur 50 km nördlich von Amman gelegen. Gerasa oder Jerash, wie es heute heißt, liegt inmitten einer reizvollen Hügellandschaft und gilt als das besterhaltene Beispiel einer römischen Provinzstadt im Nahen Osten. Stundenlang können die Besucher über prachtvolle Säulenstraßen flanieren, vorbei an gigantomanischen Tempelanlagen, Theatern und frühbyzantinischen Kirchen mit einzigartigen Mosaiken.

Südlich von Amman werden wir den Berg Nebo und das nahe Madaba aufsuchen, beides Orte, die Teil der christlichen Tradition Jordaniens sind. Laut Bibel soll Moses vom Berg Nebo in das Gelobte Land geschaut haben. Bei guter Sicht sind von hier aus zumindest das nördliche Ende des Toten Meeres und das Jordantal deutlich erkennbar. In dieser Umgebung lassen sich noch viele Kirchen mit faszinierenden Bodenmosaiken finden. Darunter eben auch die berühmte Palästinakarte in der Sankt-Georgs-Kirche von Madaba. Wer den Spuren der Geschichte in den Süden weiter folgen will, sollte den so genannten Königsweg benutzen, eine wichtige, schon vor 4000 Jahren bekannte Handelsverbindung zum Roten Meer. Heute ist sie eine gut ausgebaute Asphaltstraße.

Das Highlight einer jeden Jordanientour ist natürlich Petra. Die einstige Nabatäerhauptstadt liegt, strategisch wohl bedacht, tief in einer Felslandschaft. Faszinierend ist allerdings weniger die Lage, als vielmehr die Vielzahl der sorgfältig direkt aus dem rötlichen Sandstein gehauenen monumentalen Grabfassaden. Als einzigartiges Kulturdenkmal, in dem Architektur und Landschaft miteinander zu verschmelzen scheinen, wurde Petra 1985 UNESCO-Weltkulturerbe. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass ein Schweizer Orientreisender namens Johann Ludwig Burckhardt Petra 1812 für Europa neu entdeckte. Übrigens, gute Hotels (und das nicht nur hier) sorgen für das leibliche Wohl der Besucher nach ihren anstrengenden Fußmärschen durch die nabatäische Geschichte.

Unsere Reise wäre ohne einen Abstecher in das Wadi Rum, und damit in den Bilderbuchteil der jordanischen Wüste, nicht komplett. Schließlich ist es hinlänglich bekannt aus der begeisternden Beschreibung durch den berühmten Lawrence von Arabien.

Sehenswert ist auch Aqaba, Jordaniens einzige Hafenstadt am Roten Meer. Viele Reisende nutzen diese Region gern zur Erholung, denn inzwischen reiht sich ein Luxushotel an das andere. Und nicht nur das, von hier aus besteht die Möglichkeit des Rückflugs nach Europa – oder aber man verschiebt das Relaxen einige Kilometer weiter nördlich an das Tote Meer, das via Wadi Araba (Araba Road) schnell erreicht wird. Nach Amman ist es dann nur noch ein kurzer Weg.

Das Besondere dieser Reise sind zum einen die historischen und topografischen Highlights des Landes, andererseits aber auch die Begegnungen mit Einheimischen, ob in Schulen, Gemeindevertretungen, in Palästinenser Camps oder mit Beduinen in Petra und im Wadi Rum.

Last but not least: Was wäre Jordanien ohne seine vorzügliche Küche und seinen guten Wein? Doch all das sollten Sie selbst ausprobieren – auf dieser Jordanienreise!

 

Allgemein

Reiseführer: 
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Heiner Walther

Heiner Walther, Diplom-Orientalist aus Halle/Saale, studierte an der Martin-Luther Universität Halle Orientalistik, „Islamwissenschaften und Iranistik. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war er acht Jahre im Jemen. Seit 1994 arbeitet er im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit als Dozent für Landesanalyse, Interkulturelle Kommunikation und Arabisch in Bad Honnef (GIZ/AIZ). Er ist vereidigter Übersetzer für Arabisch und Autor von Reisesprachführern zu Oman, Jemen, Irak und Libyen. Seine hervorragenden Landes- und Sprachkenntnisse garantieren den Teilnehmern unserer Reisen unvergessliche Eindrücke.“

Kontakt: 
Arabia Felix

Arabia Felix

08930779200
Mo - Fr: 09h - 18h

Reiseverlauf

Flug ab Frankfurt mit Royal Jordanian nach Amman um 15:30 Uhr mit Ankunft um 19:55 Uhr. (rail&fly gegen Aufpreis auf Anfrage möglich) Transfer zum Toledo Hotel***/HP oder ähnlich.

Vormittags verschaffen Sie sich bei einer City Tour einen Überblick über die Stadt. Sie besuchen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: die König-Abdullah-Moschee, die Zitadelle und das Römische Theater aus dem 2. Jhd. n. Christus. Nachmittags Fahrt zu drei Wüstenschlössern östlich von Amman. Toledo Hotel***/HP oder ähnlich

Nach dem Frühstück Fahrt nach Gerasa, dem heutigen Jerash. Die antike Stadt Jerash liegt im Norden Jordaniens, etwa 40 Kilometer von Amman entfernt. Die bis ins 1. christliche Jahrhundert nur unbedeutende Stadt erlebte unter römischer Herrschaft und dem römischen Frieden einen schnellen Aufstieg. Sie machte als Handelsstadt zunehmend dem älteren Petra Konkurrenz. Ab Mitte des 1. Jahrhunderts führte dieser Aufschwung zu reger Bautätigkeit und einer reichen, auch heute noch beeindruckenden Fülle von Baudenkmälern. Danach Weiterfahrt nach Umm Qais und Rundgang durch die beeindruckenden Ruinen von Gadara. Von dort Blick auf den See Genezareth. Rückkehr nach Amman. Toledo Hotel***/HP oder ähnlich

Fahrt nach Bethanien am Ostufer des Jordan. In der Bibel steht, dass Johannes der Täufer an einem Ort namens Bethanien am Jordanfluss gepredigt und getauft hat. Der Ort wird in byzantinischen und anderen mittelalterlichen Texten, ebenso in der modernen Archäologie als "Wadi al-Kharrar" oder auch "Eliashügel" bezeichnet. Anschließend Weiterfahrt zum Hotel, nachmittags ist Zeit für ein Bad im Toten Meer. Dead Sea Spa Hotel****/HP

Am Morgen Fahrt zum Berg Nebo, der eine grandiose Aussicht auf das Tote Meer und nach Palästina bietet. Laut Deuteronomium ist Nebo jener Berg, von dem aus Mose das gelobte Land sehen durfte, aber sterben musste, ohne es selbst zu betreten. Anschließend kurze Fahrt nach Madaba. Die von den Moabitern gegründete Stadt wird in der Bibel mehrfach erwähnt. Im 1. Jhd. v. Chr. kam die Stadt unter nabatäische Herrschaft, ab 106 n. Chr. wurde sie Teil der römischen Provinz Arabia und war im 4. Jhd. Bischofssitz. Zahlreiche einzigartige Mosaike, darunter die berühmte Palästinakarte, zeugen noch heute von der einstigen Bedeutung der Stadt. Von Madaba geht es auf dem historischen Königsweg zum Wadi Mujib, einer Schlucht im jordanischen Bergland östlich des Toten Meeres. Sie wird auch als "Grand Canyon Jordaniens" bezeichnet und ist das tiefstgelegene Naturschutzgebiet der Welt. Von dort weiter zum Ziel Petra, mit Abstecher zur Kreuzritterfestung Shobak. La Maison Hotel***/HP

Die heute verlassene Felsenstadt Petra war in der Antike die Hauptstadt des Nabatäer-Reiches. Wegen ihrer Grabtempel, deren Monumentalfassaden direkt aus dem Fels gemeißelt wurden, gilt sie als einzigartiges Kulturdenkmal. 1985 wurde Petra in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Ganztägige, ausführliche Besichtigung von Petra. La Maison Hotel***/HP

Nochmaliger ganztägiger Besuch von Petra, verbunden mit einer (leichten) Wanderung oberhalb der Ruinen, bis zum Opferplatz, weiter über das Wadi Farasa mit vielen faszinierenden Gräbern und Monumenten, hinunter in die antike Stadt und wieder zurück ins Hotel. Abendessen bei einer Beduinenfamilie in Petra La Maison Hotel***/HP

Nach dem Frühstück brechen Sie auf zum berühmten Wadi Rum. Sie besuchen eine örtliche Beduinenschule und erhalten einen Einblick in das jordanische Bildungswesen. Am späten Nachmittag erkunden Sie im Rahmen einer Jeep-Safari (3 Std.) das Wadi. Danach besteht die Möglichkeit, auf ein Kamel umzusatteln (fakultativ). Übernachtung im Beduinencamp Captain's Desert Camp/HP

Vormittags Fahrt nach Aqaba. Dort besuchen Sie das SOS-Kinderdorf, das seit 1991 eine wichtige Hilfsinstitution für verwaiste Kinder und bedrohte Familien darstellt. Nachmittags haben Sie die Möglichkeit zu einem Bad im Roten Meer. Abendessen in einem Fischrestaurant in Aqaba, danach Rundgang über den Basar der Altstadt Captain's Boutique Hotel***/HP

Inlandsflug von Aqaba nach Amman um 08:10 Uhr, Ankunft in Amman um 09:00 Uhr. Am Vormittag Treffen mit Vertretern der Hanns-Seidel-Stiftung. Am Nachmittag Rundgang durch den Basar in der Altstadt von Amman. Abends Abschiedsessen in einem arabischen Restaurant mit typisch jordanischen Speisen. Toledo Hotel***/HP oder ähnlich

Nach dem Frühstück Transfer zum Rückflug nach Frankfurt ab Amman um 10:40 Uhr, Ankunft in Frankfurt um 13:40 Uhr.

Klima und Temperaturen im April:

Die Monate April und Mai gehören zur besten Reisezeit, da insbesondere der Norden nach den Winterniederschlägen recht grün ist. Je nach Höhenlage liegen die Temperaturen tags bei 25-30°C oder noch darüber (Aqaba, Totes Meer), nachts 15-20°C, Niederschläge fallen vereinzelt auch noch im April (Amman: 3 Regentage).

Kleidung:

Dem o.g. Klima entsprechend, keine freizügige Kleidung! (93% der Bevölkerung sind Muslime); auch feste Schuhe mitnehmen vor allem für Petra und Wadi Rum (keine Bergstiefel); Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme nicht vergessen!

Währung:

Jordanischer Dinar (JOD), 1 EUR = 0,88 JOD/1 JOD = 1,13  EUR (Stand: ....19); EUR, USD und CHF können überall problemlos in die Landeswährung umgetauscht werden. Speisen, Getränke in lokalen Restaurants oder kleinere Einkäufe können nur in JOD bezahlt werden; alle gängigen Kreditkarten werden akzeptiert, bei American Express kann es passieren, dass die Annahme verweigert wird. Traveller Schecks können in Jordanien grundsätzlich nicht mehr eingelöst werden.

Sonstiges:

Aus gegebenem Anlass wird darum gebeten, keine Ferngläser mit nach Jordanien einzuführen, da dies Probleme bei der Einreise verursachen kann.

Karte: 
karte rundreise
Durchgeführt von: 
Arabia Felix
2 970,00 €
14.04.2019 - 24.04.2019
inkl. Flügen
2 970,00 €
Kostenlose Stornierung bis 30.01.2019
Enthaltene Leistungen: 

-  Linienflug mit Royal Jordanian Frankfurt-Amman, Aqaba-Amman-Frankfurt, economy class
-  4 Nächte in Amman im Toledo Hotel*** oder ähnlich
-  1 Nacht am Toten Meer im Dead Sea Spa Hotel****
-  3 Nächte in Petra im La Maison Hotel***
-  1 Nacht im Wadi Rum im Captain Camp (Hinweis: Taschenlampe/ Stirnlampe mitbringen)
-  1 Nacht in Aqaba im Captain Boutique Hotel***
-  Halbpension an allen Tagen
-  Alle Transfers im klimatisierten Reisebus bzw. Geländewagen
-  Deutschsprachige Reiseleitung durch Orientalist Heiner Walther, zusätzlicher lokaler Reiseleiter
-  Alle Eintrittsgelder wie im Programm beschrieben
-  3 Stunden Jeep Safari im Wadi Rum
-  Alle Begegnungen wie im Programm aufgeführt
-  Spende an das SOS-Kinderdorf
-  Insolvenzabsicherung inklusive Reiserücktrittskosten-Versicherung

Nicht enthaltene Leistungen: 

-   Visagebühr (genaues Prozedere kann erst kurz vor Abreise geklärt werden - ändert sich ggfls.)
-   Trinkgelder
-   Kosten für fakultatives Kamelreiten im Wadi Rum
-   Persönliche Ausgaben